„Das ist keine Vision, das ist eine Revolution.“

von Ulf Pape
Er war Greenpeace-Aktivist der ersten Stunde, wollte dann aber nicht nur den verseuchten Rhein retten, sondern als Professor der Chemie lieber gleich die gesamte Industrialisierung in eine neue Ära überführen. Michael Braungart entwickelte mit Cradle-to-Cradle eine Wirtschaftsphilosophie, die das Ende des Mülls verheißt. In seinen Vorlesungen an der Uni Rotterdam sitzen neben Studenten auch CEOs, Ingenieure und Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Im Gespräch mit FALL erklärt er, warum es Müll gar nicht gibt.
26.08.2015
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„APPLAUS IST EINE FRAU MIT GROSSEN BRÜSTEN.”

von Anonymous
Eine Viertelstunde kommt Moritz Bleibtreu zu früh zum Gespräch mit FALL, fährt im Privatwagen die Auffahrt des Elysée in Hamburg hoch, mit Zigarette im Mundwinkel. Vor ihm liegen zwei Tage in einem kleinen Konferenzraum, ein Interview nach dem anderen, Promotion für den düsteren Thriller „Stereo“, der am 15. Mai in die Kinos kommt. Der 42-Jährige spielt darin eine Art Mephisto, einen Schatten, der einem anderen Mann, gespielt von Jürgen Vogel, auf Schritt und Tritt folgt, ihm Bösartigkeiten einflüstert, um ihn zu einem Verbrechen zu bewegen.Als einer der gefragtesten Schauspieler seiner Generation kennt Bleibtreu Beifall und Filmpreise ebenso gut wie Kritik und Verrisse. Was ihm all das bedeutet, wollten wir von ihm wissen. Zu der vereinbarten Zeit von einer Stunde für Interview und Foto spendiert er uns die verfrühte Viertelstunde, zu deren Beginn er mit einem beherzten Griff in die Jackentasche des FALL-Reporters greift und eine Schachtel Marlboro herausnimmt. „’tschuldigung. Das sind meine.“ – „Oh, sorry. Deine Jacke sieht aus wie meine. Und wir rauchen die gleiche Marke.“ Wenn es nicht gerade um Jacken geht, ist Bleibtreu hochkonzentriert, redet schnell, reflektiert sein Verhältnis zur Öffentlichkeit, gestikuliert viel. Ein Gespräch über Beifall aus der Sicht eines großen Schauspielers.
18.05.2014
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Teil 3, Obama

von Anonymous
Der amerikanische Dramatiker Len Berkman erzählt uns, wie er an einer Highway-Raststätte Halt machte, um Obamas Ankündigung zur Schließung von Guantanamo im Fernsehen zu sehen.
03.05.2014
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Teil 2, Gandhi

von Anonymous
Von der indischen Autorin Anvaya Sardesai wollten wir wissen, ob von Gandhi mehr bleiben wird, als eine Apple-Anzeige unter dem Slogan „Think different“.
03.05.2014
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Teil 1, Mandela

von Anonymous
Als die FALL Redaktion erstmals zum Thema Vorbilder zusammenfand, gingen wir die großen Namen der Weltgeschichte durch – und stellten fest, dass jeder einzelne davon schal klingt. Selbst die größten Lichtgestalten sind zu Postern ihrer Zeit verkommen. Und das war es, was wir verstehen wollten. Wir einigten uns auf drei Ikonen, deren Leben an einem bestimmten Punkt zur Historie wurde – und die doch in ihrer Heilsbotschaft nicht mehr verfügbar sind: Gandhi, Mandela, Obama. Gandhi befreite Indien aus der britischen Krone und schuf eine neue Idee von Friedfertigkeit. Mandela beendete die Apartheid und wurde zur Hoffnung für ganz Afrika. Und Obama sagte das Wort „Change“ so eindrucksvoll, dass man glaubte, einer gerechteren Welt beim Entstehen zusehen zu können.FALL hat nachgefragt, vor Ort, und um Texte gebeten, aus den Ländern, die diese Vorbilder hervorbrachten. Was ist die Innenperspektive auf die Ikonen, die wir so leidenschaftlich verklären?Die südafrikanische Journalistin Judy Lelliott haben wir gefragt, ob das politische Erbe Mandelas hinter den grässlichen Schlagzeilen verschwindet, in denen über seinen nahenden Tod gemutmaßt wird. Von der indischen Autorin Anvaya Sardesai wollten wir wissen, ob von Gandhi mehr bleiben wird, als eine Apple-Anzeige unter dem Slogan „Think different“. Und der amerikanische Dramatiker Len Berkman erzählt uns, wie er an einer Highway-Raststätte Halt machte, um Obamas Ankündigung zur Schließung von Guantanamo im Fernsehen zu sehen. Entstanden sind drei Porträts, die uns daran erinnern, selbst zu dem großen Entwurf beizutragen, den wir unseren Ikonen abverlangen.
06.12.2013
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