Today's letter from Nadya Tolokonnikova / Pussy Riot

von Anonymous
Our imprisonment has served as a clear and obvious sign that the whole country is being robbed of freedom. And this threat of annihilating the freeing, emancipatory forces in Russia – that’s what causes me to be enraged. Seeing the large in the small, the trend in the sign, the common in the individual.  
16.08.2012
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„Und auf einmal hat man Money“

Interview mit 1000 Robota von Ulf Pape

von Ulf Pape
Wenn man beobachtet wie Anton, Basti und Jonas sich während des Photoshootings vor dem klassizistischen Stuck des Weißen Saals im Jenisch Haus in Position bringen, muss man sich die Frage stellen, ob es das Wort Salonpunks schon gibt. Das sind 1000 Robota nämlich – eine Hamburger Band, die von René Pollesch in seinen Theaterstücken zitiert wird, sich von Herr von Eden ausstatten lässt und deren letzte Platte beim Label des Großkünstlers Daniel Richter verlegt wurde. Nur folgerichtig also, dass der Film zur Bandgeschichte prompt auf der Berlinale landete. 2008 traten sie mit „Hamburg brennt“ in Erscheinung: überzeugend, übermütig, verletzlich und mit einem ungeheuren Willen zum Ausdruck – eine Indie-Punk-NewWave-NDW-Hardcore-Musik, mit der 1000 Robota voller Wucht die Tür zum Hype eingetreten haben. In Londoner Clubs spielten sie so erfolgreich, dass britische Kritiker ihre deutschen Kollegen stirnrunzelnd fragen mussten, ob wir hier nicht etwas verpasst hätten. Inzwischen arbeiten Anton Spielmann, Sebastian Muxfeldt und Jonas Hinnerkort an ihrem dritten Album – und sind keine 18 mehr. FALL hatte die Absicht, ein Interview über Schönheit, Image und Utopien zu führen, erfuhr stattdessen von Anton einige Lektionen in puncto Selbstbewusstsein – und die Antwort auf die Frage aller Fragen: Worum geht es im Leben? Ganz nebenbei wird einem klar, dass der Begriff Salonpunks zu klein ist für diese Jungs.
10.08.2012
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Stürmisch bewegt - das Liebeslied als Lebensgefühl.

Interview mit Marie Biermann von Frank Steinhofer

von Frank Steinhofer
Mit dem leicht zersausten Haar windgeschüttelter Palmen steht sie auf der Bühne, singt vom donnernden Leben.  Von Hamburger Huren- und Hafenromantik, von schmerzverdunkelter Melancholie, verlorener Liebe und der Brüchigkeit des Glücks.  Marie Biermanns erstes Album war ein Befreiungsschlag: Sie hat rares Liedgut ihres berühmten Vaters Wolf Biermann geborgen, der als politischer Dissident 1976 aus der DDR ausgebürgert wurde. Und gleichzeitig ihren eigenen Weg auf die Bühne gefunden. In einem Gespräch mit FALL erzählt sie über ihre Familiengeschichte, sanfte Rebellion und dem Liebeslied als vollkommenes Lebensgefühl. Eine Spurensuche.
10.08.2012
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