Schönheit, ach!

von Harald N. Stazol
  Schönheit, ach! Wie ich gestern im 5er Bus starren musste, ein Jüngling im Tweed-Sakko, ganz hanseatisch, naja, so jung war er nicht mehr... Das Kichern meiner Freundin Bettina, die Hände von Vladimir Horowitz, die Gedichte August von Platens! „Wer die Schönheit angeschaut mit Augen“ - die Austin Reed Kampagne, die meine Muse überlebensgroß an die Regent Street hängen wird.  
09.08.2012
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Jeder bekommt den Schönheitschirurgen, den er verdient.

von Ulf Pape
Photo Frank Egel
  Ist die Schönheitschirurgie der einfachste Weg, sein Gesicht zu verlieren? Oder doch ein probates Mittel, sich in der eigenen Haut wohler zu fühlen? Welches Verhältnis haben wir zu unserem Aussehen? Die Menschen müssen einen guten Grund haben, sich mit Skalpellen das Gesicht aufschneiden zu lassen und eines der stärksten Gifte der Welt spritzen zu lassen.  Mit diesen Fragen traf FALL auf drei Spezialisten. Dr. Bernd Klesper, plastischer Gesichtschirurg, und seine Frau Anke, die gemeinsam in Hamburg die Beauty Klinik an der Alster betreiben. Außerdem Prof. Dr. Manfred Dallek, der auf eine lange Karriere als Unfall- und Wiederherstellungschirurg zurückblickt, und emeritierter Professor des Universitätsklinikums Eppendorf in Hamburg ist. Ein Gespräch.
09.08.2012
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Bel Ami

von Julia Vogel
Als ich Christian Wulff zum ersten Mal persönlich sah, wurde mein Schlüpfer feucht. Es war in der Herrengasse in Wien und es war Heiligabend. Ich fragte ihn, ob er eine Mozartkugel mit mir essen wolle. Wulff verneinte, bedankte sich aber herzlich für die nette Geste. Ich sah in diesem Moment die Augen eines geschunden Tigers, der dennoch Würde und Anmut in seinem Blick vereinte. Ich habe diesen Blick schon öfters auf Friedhöfen und Modeschauen in Paris, Mailand und Rom und auch zuletzt noch in Karl Lagerfelds Augen in der Pariser Metro gesehen.
05.08.2012
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Wir müssen durch den Spiegel gehen.

Ein konkreter Versuch von Anselm Lenz

von Anselm Lenz
#1 Backstage Als Karlinsky das Haus verläßt, ist es hell. Karlinsky verläßt das Haus, er geht durch das Rechteck des Türrahmens. Er verläßt das Haus, er geht über Los, er geht direkt hindurch. Karlinsky fließt durch die Form, er verläßt das Haus. Karlinsky tritt hinaus, auf die Straße. Karlinsky verläßt das Haus an einem Tag. Es ist Tag, die Sonne steht in flachem Winkel, die Schattenzone hat sich verzogen, die Schattengrenze ist schon bei Moskau.
03.07.2012
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Backstage?

Wäge, was Du wagst.

von Harald N. Stazol
Ich wusste, ich bin in der Modewelt angekommen, als ich Stella Tennant klettern sah. Ich war im Innenhof der alten Bibliothèque National anlässlich der Haute Couture Schauen, Stella war spät dran, sie hatte Flipflops an und sie stand vor einer Absperrung. Kurzerhand warf sie die Flipflops über den Zaun, zog sich am Gitter hoch und flankte auf die andere Seite. Für mich war sie damals das Burberrygesicht, nun war sie in einer Sekunde ein fittes, junges Mädchen – ich hatte hinter die Kulissen geschaut, Backstage, sozusagen, und fühlte mich fortan als Geheimnisträger.
02.07.2012
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